Wer eine Immobilie in Stuttgart kauft oder verkauft, kommt an der Maklerprovision nicht vorbei. Doch wie hoch ist die Maklerprovision in Stuttgart 2026 wirklich – und wer zahlt eigentlich was? Seit der Gesetzesreform 2020 gelten klare Regeln. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, was die Maklerprovision in Stuttgart 2026 kostet, wie Käufer und Verkäufer die Kosten aufteilen, wann sie verhandelbar ist und was Sie steuerlich geltend machen können.
Kurzantwort: Die Maklerprovision in Stuttgart beträgt 2026 insgesamt 7,14 % des Kaufpreises inkl. MwSt. und wird je zur Hälfte zwischen Käufer (3,57 %) und Verkäufer (3,57 %) aufgeteilt. Diese 50/50-Aufteilung gilt seit dem Maklergesetz (§ 656c BGB, in Kraft seit 23. Dezember 2020) für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen gesetzlich verpflichtend.
Inhaltsverzeichnis
- Wie hoch ist die Maklerprovision in Stuttgart?
- 50/50-Aufteilung: Das Maklergesetz 2020
- Beispielrechnung: Was zahlen Sie konkret?
- Maklervertrag-Arten im Vergleich
- Provision verhandeln: Wann ist das möglich?
- Maklerprovision steuerlich absetzen
- Wann wird die Provision fällig?
- Schriftformerfordernis & Verbraucherschutz
- Häufig gestellte Fragen
- Fazit
Wie hoch ist die Maklerprovision in Stuttgart 2026?
In Stuttgart und ganz Baden-Württemberg hat sich eine Gesamtprovision von 7,14 % des Kaufpreises inkl. MwSt. als Marktstandard etabliert. Das entspricht 6 % netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Auf jede Partei entfallen je 3,57 % (netto: 3 %).
In besonders gefragten Premiumlagen – etwa Stuttgart-Mitte, dem Killesberg oder Degerloch – ist vereinzelt eine Gesamtprovision von 8,33 % inkl. MwSt. anzutreffen (je 4,165 % pro Partei). Das ist jedoch die Ausnahme; für die große Mehrheit der Transaktionen gilt der 7,14 %-Satz.
ℹ️ Gut zu wissen: Die Maklerprovision ist kein gesetzlich vorgeschriebener Satz, sondern eine ortsübliche Vereinbarung. Sie entsteht nur, wenn ein schriftlicher Maklervertrag vorliegt und der Makler nachweislich kausal für den späteren Kaufvertrag war.
Das Maklergesetz 2020: Pflicht zur 50/50-Aufteilung der Provision
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt in Deutschland der neue § 656c BGB: Wer als Makler sowohl mit dem Käufer als auch mit dem Verkäufer einer Wohnimmobilie einen Maklervertrag abschließt, darf von der einen Partei maximal genauso viel verlangen wie von der anderen. Die frühere Praxis, die gesamte Provision auf den Käufer abzuwälzen, ist für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen damit nicht mehr erlaubt.
In der Praxis bedeutet das: Hat der Verkäufer den Makler beauftragt und vereinbart 3,57 %, kann dieser maximal 3,57 % vom Käufer verlangen. Stuttgart hat sich schnell auf dieses Modell eingestellt – die 50/50-Aufteilung ist hier heute Standard.
⚠️ Wichtig: Das Gesetz gilt ausschließlich für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen beim Kauf durch Privatpersonen. Für Mehrfamilienhäuser, Gewerbeimmobilien und Grundstücke bleiben individuelle Provisionsvereinbarungen möglich – die Provision kann dort weiterhin vollständig auf den Käufer übertragen werden.
Beispielrechnung: Was zahlen Käufer und Verkäufer in Stuttgart konkret?
Der Stuttgarter Immobilienmarkt zählt zu den teuersten in Deutschland. Der durchschnittliche Kaufpreis für eine Eigentumswohnung liegt 2026 bei rund 450.000 Euro, Einfamilienhäuser erzielen häufig zwischen 700.000 und 950.000 Euro. Als erfahrene Immobilienmakler in Stuttgart sehen wir täglich, wie wichtig Kostentransparenz bei diesen Summen ist:
| Kaufpreis | Provision Verkäufer (3,57 %) | Provision Käufer (3,57 %) | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 300.000 € | 10.710 € | 10.710 € | 21.420 € |
| 450.000 € (Ø Wohnung Stuttgart) | 16.065 € | 16.065 € | 32.130 € |
| 750.000 € (Ø EFH Stuttgart) | 26.775 € | 26.775 € | 53.550 € |
| 1.100.000 € (Halbhöhenlage) | 39.270 € | 39.270 € | 78.540 € |
Vergessen Sie nicht: Neben der Maklerprovision fallen weitere Kaufnebenkosten an – Grunderwerbsteuer Baden-Württemberg (5 %), Notarkosten (ca. 1,5–2 %) und Grundbuchgebühren (ca. 0,5 %). Zusammen macht das bei einem 750.000-Euro-Objekt rund 110.000–120.000 Euro Nebenkosten.

Maklervertrag-Arten: Alleinauftrag vs. qualifizierter Alleinauftrag
Bevor die Provision fällig werden kann, müssen Sie als Eigentümer entscheiden, welche Art von Maklervertrag Sie abschließen. Die Wahl beeinflusst das Engagement des Maklers – und damit häufig den erzielbaren Verkaufspreis. Wenn Sie einen Makler in Stuttgart beauftragen, sollten Sie diese drei Auftragsarten kennen:
1. Einfacher Maklerauftrag
Sie beauftragen einen Makler, behalten sich aber vor, gleichzeitig mit anderen Maklern zusammenzuarbeiten oder die Immobilie selbst zu vermarkten. Klingt flexibel – führt in der Praxis aber oft zu halbherzigen Bemühungen, weil kein Makler maximalen Aufwand investiert, solange ein anderer den Auftrag wegschnappen kann.
2. Alleinauftrag
Exklusivität für einen Makler – andere Makler dürfen Sie nicht hinzuziehen. Als Eigentümer dürfen Sie aber weiterhin selbst verkaufen, zum Beispiel an Bekannte, ohne Provision zu zahlen. Der Makler investiert mehr, weil er Exklusivität hat.
3. Qualifizierter Alleinauftrag (empfohlen)
Volle Exklusivität für den Makler – auch ein Direktverkauf durch Sie selbst löst die Provision aus (es sei denn, Sie verkaufen an jemanden, den der Makler nicht nachgewiesen hat). Das ist das Modell, das wir als Makler Max GmbH bevorzugen – weil es uns erlaubt, Preisstrategie, Vermarktung und Käuferauswahl vollständig zu kontrollieren. In unserer Erfahrung erzielen Eigentümer mit qualifiziertem Alleinauftrag im Stuttgarter Markt regelmäßig 5–10 % höhere Verkäufspreise.
| Kriterium | Einfacher Auftrag | Alleinauftrag | Qualif. Alleinauftrag |
|---|---|---|---|
| Exklusivität | Keine | Teilweise | Vollständig |
| Makler-Engagement | Gering | Hoch | ✅ Maximal |
| Selbstverkauf möglich | Ja, provisionsfrei | Ja, provisionsfrei | Nur mit Ausnahmen |
| Typische Preiserzielung | Niedriger | Gut | ✅ Am höchsten |
Kann man die Maklerprovision in Stuttgart verhandeln?
Theoretisch ja – die Provision ist Verhandlungssache. Praktisch ist eine spürbare Absenkung unter 3 % netto pro Seite im Stuttgarter Markt selten. Stuttgart hat eine der niedrigsten Leerstandsquoten und gleichzeitig hohe Käufernachfrage – das stärkt die Verhandlungsposition der Makler erheblich.
Ab einem Kaufpreis von ca. 1,5 Millionen Euro gibt es bei einigen Maklern mehr Spielraum. Bei Volumen unter 500.000 Euro hingegen sind Rabatte kaum durchsetzbar, da die absoluten Provisionsbeträge ohnehin moderat sind.
💡 Makler-Tipp: Verhandeln Sie nicht über den Prozentsatz, sondern über den Leistungsumfang. Ein erfahrener Stuttgarter Makler, der professionelle Immobilienfotografie, 3D-Grundrisse, Home Staging und einen geprüften Käuferpool mitbringt, erzielt typischerweise mehr als die Provision kostet – und macht die Investition damit mehrfach rentabel.
Maklerprovision steuerlich absetzen: Was Käufer und Verkäufer wissen müssen
Die steuerliche Behandlung der Maklerprovision hängt vom Verwendungszweck der Immobilie ab:
- Kauf zur Vermietung (Kapitalanlage): Die Käufer-Provision zählt zu den Anschaffungsnebenkosten und fließt in die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung (AfA) ein. Über 40 Jahre (2,5 % p.a.) wirkt sie steuermindernd.
- Kauf zur Selbstnutzung: Die Provision ist steuerlich nicht direkt absetzbar und erhöht lediglich die Anschaffungskosten.
- Verkauf innerhalb der Spekulationsfrist (10 Jahre): Die Maklercourtage des Verkäufers mindert den steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn direkt – bei 26.775 € Provision auf ein 750.000-Euro-Objekt ein erheblicher Steuereffekt.
- Gemischt genutztes Objekt: Die Provision ist anteilig absetzbar – entsprechend dem Vermietungsanteil.
⚠️ Wichtig: Steuerliche Regelungen sind immer von der individuellen Situation abhängig und können sich ändern. Lassen Sie sich von einem Steuerberater beraten, bevor Sie die Maklerprovision in Ihrer Steuererklärung geltend machen.

Wann wird die Maklerprovision fällig?
Die Provision entsteht nicht automatisch mit Unterzeichnung des Maklervertrags – drei Voraussetzungen müssen gleichzeitig erfüllt sein:
- Wirksamer Maklervertrag: Ein schriftlicher Auftrag gemäß § 656a BGB liegt vor – E-Mail oder Textform genügt, mündlicher Handschlag nicht.
- Nachweis oder Vermittlung: Der Makler hat den Kontakt zum Käufer hergestellt oder dessen Kaufbereitschaft konkret nachgewiesen.
- Hauptvertrag kommt zustande: Der notarielle Kaufvertrag wird beurkundet – erst in diesem Moment entsteht der Provisionsanspruch.
Schriftformerfordernis & Verbraucherschutz
Seit dem 23. Dezember 2020 regelt § 656a BGB verbindlich: Maklerverträge mit Verbrauchern über Einfamilienhäuser oder Wohnungen müssen in Textform geschlossen werden. Eine einfache E-Mail erfüllt diese Pflicht – ein mündlicher Auftrag beim Besichtigungstermin hingegen nicht.
Das 14-tägige Widerrufsrecht
Wird der Maklervertrag außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen – etwa nach einem Erstgespräch per Telefon oder per E-Mail –, steht Verbrauchern ein gesetzliches 14-tägiges Widerrufsrecht nach § 312b BGB zu. Fehlt die ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung im Vertrag, verlängert sich diese Frist auf bis zu 12 Monate und 14 Tage.
Den vollständigen Ablauf eines professionellen Immobilienverkaufs finden Sie in unserem Leitfaden: Hausverkauf mit Makler Stuttgart: Ablauf in 10 Schritten.
Häufige Fragen zur Maklerprovision Stuttgart
Wie hoch ist die Maklerprovision in Stuttgart 2026?
In Stuttgart beträgt die übliche Maklerprovision 7,14 % des Kaufpreises inkl. MwSt. – aufgeteilt in je 3,57 % für Käufer und Verkäufer. Bei einem Kaufpreis von 450.000 € zahlt jede Partei 16.065 €.
Wer zahlt die Maklerprovision – Käufer oder Verkäufer?
Seit dem Maklergesetz (23.12.2020) teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision zu gleichen Teilen (§ 656c BGB). Der Auftraggeber darf nicht mehr als die eigene Hälfte auf den anderen abwälzen.
Kann man die Maklerprovision verhandeln?
Ja. Die Provisionshöhe ist gesetzlich nicht festgeschrieben und grundsätzlich verhandelbar. Bei hochwertigen Objekten ab ca. 800.000 € oder bei exklusivem Alleinauftrag akzeptieren manche Makler 2,5–3 % statt 3,57 %. Bedenken Sie: Ein niedrigerer Satz geht häufig mit reduziertem Vermarktungsaufwand einher.
Ist die Maklerprovision steuerlich absetzbar?
Für Käufer zählt sie zu den Anschaffungsnebenkosten und erhöht die AfA-Basis bei Vermietung. Verkäufer können sie als Veräußerungskosten gewinnmindernd ansetzen. Eigennutzer profitieren in der Regel nicht direkt steuerlich – bitte lassen Sie sich individuell beraten.
Wann wird die Maklerprovision fällig?
Die Provision wird fällig, sobald der notarielle Kaufvertrag beurkundet wurde und alle drei Bedingungen erfüllt sind: wirksamer Maklervertrag, erbrachte Maklerleistung (Nachweis oder Vermittlung) und Abschluss des Hauptvertrags.
Gilt die 50/50-Aufteilung auch für Mehrfamilienhäuser?
Nein. Die Halbteilungsregel nach § 656c BGB gilt ausschließlich für Wohnungen und Einfamilienhäuser, die zur Eigennutzung erworben werden. Bei Mehrfamilienhäusern, Gewerbeimmobilien oder rein investiver Nutzung ist die Provision weiterhin frei verhandelbar.
Fazit: Maklerprovision Stuttgart – transparent, fair und gesetzlich geregelt
Die Maklerprovision in Stuttgart beträgt 2026 je 3,57 % für Käufer und Verkäufer – gedeckelt und transparent durch das Maklergesetz 2020. Was zunächst nach einer erheblichen Summe aussieht, erweist sich in der Praxis als lohnende Investition: Ein erfahrener Stuttgarter Makler erzielt messbar höhere Verkaufspreise, spart Zeit und schützt Sie vor kostspieligen Rechtsfehlern.
Ob Sie als Verkäufer den marktgerechten Preis für Ihre Immobilie ermitteln oder als Käufer souverän verhandeln möchten – die Experten von Makler Max Stuttgart begleiten Sie mit lokaler Marktkenntnis und persönlichem Einsatz. Lesen Sie auch unseren Vergleich: Makler oder privat verkaufen in Stuttgart 2026 – damit Sie die richtige Entscheidung für Ihre Situation treffen.
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Immobilienmakler & Geschäftsführer, Makler Max GmbH Stuttgart
Maximilian Seifert ist zertifizierter Immobilienmakler (IHK Stuttgart) und Spezialist für Wohnimmobilien in Stuttgart und Umgebung. Mit über 72 verifizierten Bewertungen (Ø 5,0 ★) und Auszeichnung unter den Top-1.000-Maklern Deutschlands 2023 berät er Käufer und Verkäufer mit lokaler Marktkenntnis und persönlichem Engagement.


