Immobilienbewertung und Wertermittlung

Wertermittlung einer Immobilie

Der Wert Ihrer Immobilie ist von großer Bedeutung. Sie möchten herausfinden, wie viel Ihre Immobilie wert ist? Bei einer umfassenden Wertermittlung können Sie ein Verkehrswertgutachten in Auftrag geben, besonders wenn es um rechtliche Angelegenheiten wie Erbauseinandersetzungen vor Gericht geht. Wenn Sie hingegen Ihr Haus oder Ihre Wohnung verkaufen möchten, empfehlen wir Ihnen eine kostenlose Wertermittlung vor Ort durch einen erfahrenen Experten (Immobilienmakler, Immobilienagentur). Dadurch erhalten Sie eine realistische Schätzung des Verkehrswerts.

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zur Wertermittlung Ihrer Immobilie:

  1. Definition der Wertermittlung
  2. Methoden zur Ermittlung des Immobilienwerts
  3. Anlässe, bei denen eine Wertermittlung sinnvoll ist
  4. Verschiedene Verfahren der Wertermittlung
  5. Kriterien, die bei der Wertermittlung eine Rolle spielen
  6. Wer bestimmt den Wert Ihrer Immobilie?
  7. Die Bedeutung des Beleihungswerts bei der Wertermittlung
  8. Besonderheiten und weitere Aspekte bei der Wertermittlung


Erfahren Sie mehr über die Wertermittlung Ihrer Immobilie und treffen Sie informierte Entscheidungen.

1. Definition der Wertermittlung

Die Wertermittlung von Immobilien umfasst die Bewertung von bebauten oder unbebauten Grundstücken mittels verschiedener Verfahren wie dem Vergleichswertverfahren, Sachwertverfahren oder Ertragswertverfahren. Diese Verfahren sind durch die Immobilienwertermittlungsverordnung standardisiert.

Gemäß § 194 BauGB basiert die Wertermittlung auf dem Verkehrswert, auch bekannt als Marktwert. Der Verkehrswert wird anhand des Preises bestimmt, der zum Zeitpunkt der Wertermittlung unter Berücksichtigung der rechtlichen Gegebenheiten, der tatsächlichen Eigenschaften, der Beschaffenheit und der Lage des Grundstücks oder der Immobilie im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielt werden könnte. Dabei werden ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse nicht berücksichtigt.

Erfahren Sie mehr über die Wertermittlung von Immobilien und erhalten Sie fundierte Informationen über den Marktwert Ihrer Immobilie. Unsere Experten stehen Ihnen zur Verfügung.

2. Wie wird der Wert einer Immobilie ermittelt?

Die Ermittlung des Wertes einer Immobilie erfolgt auf der Grundlage der Immobilienwertermittlungsverordnung, die die Verfahren zur Bestimmung des Sach-, Ertrags- oder Vergleichswertes standardisiert. Allerdings können bestimmte Faktoren wie Liebhaberobjekte oder aktuelle Marktentwicklungen nicht vollständig standardisiert berücksichtigt werden. Zum Beispiel sind die Bodenrichtwerte, die von den örtlichen Gutachterausschüssen veröffentlicht werden, in der Regel bereits veraltet, da sie auf den Verkaufspreisen des Vorjahres basieren. Bei allen Methoden gilt jedoch ein logischer Grundsatz: Der Wert einer Immobilie entspricht dem Betrag, den jemand zu einem bestimmten Zeitpunkt bereit ist, dafür zu zahlen.

In Fällen, in denen ein rechtsverbindliches Gutachten erforderlich ist, muss ein vereidigter Immobiliengutachter beauftragt werden, der für die Wertermittlung und Dokumentation erhebliche Kosten verlangen kann. In den meisten Fällen ist dies jedoch nicht erforderlich, und eine kostenlose Immobilienbewertung durch einen regional tätigen Sachverständigen ist für die Bestimmung des Marktwertes besser geeignet.

3. Zu welchem Anlass lohnt sich die Wertermittlung einer Immobilie?

Eine Immobilienwertermittlung kann in verschiedenen Situationen von Bedeutung sein:

  • Beim Verkauf einer Immobilie
  • Zur Bestimmung des Wertes im Rahmen einer Scheidung (Hausverkauf bei Scheidung)
  • Zur Bestimmung des Wertes im Rahmen einer Erbauseinandersetzung
  • Zur Feststellung des Beleihungswertes für eine Bank
  • Zur Verlängerung einer Hypothek
  • Zur Dokumentation des Verkehrswerts für das Finanzamt
  • Als Bewertungsgrundlage beim Kauf einer Immobilie

Für jede dieser Situationen ist eine genaue Wertermittlung entscheidend, um eine faire und realistische Einschätzung des Immobilienwerts zu erhalten.

4. Welche Verfahren der Wertermittlung gibt es?

Hier ist der vergleichende Tabellenvergleich der Verfahren der Wertermittlung:

Verfahren

Vorteile

Nachteile

Sachwertverfahren

Berücksichtigt die Herstellungskosten der Immobilie

Nicht geeignet für vermietete oder gewerbliche Immobilien

 

Ermöglicht eine genaue Wertermittlung bei Neubauten

Schwierigkeiten bei der Ermittlung des Marktanpassungsfaktors

Ertragswertverfahren

Geeignet für bewirtschaftete Immobilien und Renditeobjekte

Komplexes Verfahren, erfordert detaillierte Informationen über Mieteinnahmen und Betriebskosten

 

Berücksichtigt den nachhaltig erzielbaren Reinertrag

Abhängig von Annahmen über zukünftige Mietentwicklung und Marktzinssatz

Vergleichswertverfahren

Häufig angewendetes Verfahren

Abhängig von verfügbaren Vergleichspreisen und ähnlichen Immobilien

 

Relativ einfache Anwendung

Schwierigkeiten bei der Identifikation und Auswahl von geeigneten Vergleichsobjekten

 

Geeignet für verschiedene Immobilientypen

Mögliche Verzerrungen bei Vergleichsobjekten, die nicht genau mit der zu bewertenden Immobilie übereinstimmen

Es ist wichtig zu beachten, dass jedes Verfahren seine Vor- und Nachteile hat und die Auswahl des geeigneten Verfahrens von verschiedenen Faktoren abhängt, wie beispielsweise der Art der Immobilie, dem Verwendungszweck der Wertermittlung und der Verfügbarkeit von Daten für das jeweilige Verfahren.

5. Welche Kriterien beeinflussen den Wert einer Immobilie?

Die Lage der Immobilie ist der entscheidende Faktor bei der Wertermittlung. Der Bodenrichtwert gibt Auskunft über den Wert des Grundstücks, auf dem die Immobilie steht. Generell lässt sich sagen, dass in Regionen mit niedrigem Bodenrichtwert die Immobilie einen größeren Einfluss auf den Gesamtwert hat. In Gebieten mit hohen Grundstückspreisen tritt das Objekt selbst in den Hintergrund. Es gibt jedoch noch viele weitere Faktoren, die die Wertermittlung einer Immobilie beeinflussen.

Worauf man achten sollte:

  • Lage: z. B. Stadtnähe, Infrastruktur, Nachbarschaft
  • Zustand der Immobilie: Alter, Renovierungsbedarf, Bauqualität, Energiestandard
  • Größe und Aufteilung: Wohnfläche, Anzahl der Zimmer, Grundstücksgröße
  • Ausstattung: Badezimmer, Küche, Energieeffizienz
  • Besondere Merkmale: Balkon, Garten, Garage, Ausblick
  • Marktumfeld: Nachfrage, Angebot, Preisentwicklung in der Region
  • Rechtliche Aspekte: Baulasten, Denkmalschutz, Erschließungskosten

Indem Sie diese Faktoren berücksichtigen, erhalten Sie eine fundierte Einschätzung des Wertes Ihrer Immobilie. Nutzen Sie unsere kostenlosen Ressourcen, um Ihre Immobilie umfassend zu bewerten und einen detaillierten Überblick zu erhalten.

6. Wer bestimmt den Wert einer Immobilie?

Der Immobilienwert kann je nach Verwendungszweck der Wertermittlung von verschiedenen Experten festgestellt werden. In den meisten Fällen, wie beispielsweise beim Immobilienverkauf, ist es empfehlenswert, eine kostenlose Immobilienbewertung durch einen Sachverständigen oder einen Immobilienmakler durchführen zu lassen. Als erste Orientierung können Sie auch unseren Online-Immobilienwert-Rechner nutzen, um den Wert Ihrer Immobilie zu berechnen. In bestimmten speziellen Fällen, wie beispielsweise gerichtlichen Auseinandersetzungen, bei denen der Immobilienwert eine Rolle spielt, wird ein vereidigter Gutachter benötigt.

Es ist wichtig, den richtigen Experten zur Wertermittlung Ihrer Immobilie auszuwählen, um eine genaue und zuverlässige Bewertung zu erhalten. Verlassen Sie sich auf qualifizierte Fachleute, um den Wert Ihrer Immobilie korrekt zu bestimmen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

7. Welche Rolle spielt der Beleihungswert bei der Wertermittlung?

Der Beleihungswert spielt bei der Wertermittlung einer Immobilie eine besondere Rolle. Er wird jedoch deutlich unter dem tatsächlichen Immobilienwert angesetzt, da er der Bank als Sicherheit für eine Finanzierung dient. Die Bank möchte sicherstellen, dass im Falle einer Zwangsversteigerung der Immobilienwert ausreicht, um die Finanzierung zurückzuzahlen. Daher werden beim Beleihungswert hohe Abschläge vom tatsächlichen Wert der Immobilie vorgenommen.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Beleihungswert nicht den tatsächlichen Marktwert der Immobilie widerspiegelt. Er ist vielmehr eine konservative Schätzung, die die Bank vor möglichen Risiken schützt. Bei der Finanzierung einer Immobilie spielt der Beleihungswert eine entscheidende Rolle, da er maßgeblich für die Kreditvergabe und die Festlegung der Konditionen ist.

8. Welche Besonderheiten sind bei der Wertermittlung zu beachten?

Bei der Wertermittlung einer Immobilie sind verschiedene Besonderheiten zu beachten, die sich negativ auf den Wert auswirken können. Insbesondere Eintragungen im Grundbuch, die die Rechte Dritter an der Immobilie betreffen, spielen eine Rolle. Hierzu zählen unter anderem Erbbaurechte, Wohnrechte, Nießbrauchrechte und Wegerechte (abhängig von der Art des Wegerechts).

Ein erfahrener Sachverständiger muss in allen genannten Fällen die Immobilie bewerten und die Auswirkungen der Rechte auf den Wert einschätzen. Diese Besonderheiten können zu einer Wertminderung führen und sollten daher bei der Wertermittlung angemessen berücksichtigt werden. Es ist wichtig, einen Experten hinzuzuziehen, der über das notwendige Fachwissen verfügt, um die Besonderheiten und möglichen Auswirkungen auf den Immobilienwert korrekt einzuschätzen.

Sie haben Fragen rund um das Thema Wertermittlung oder möchten Ihre Immobilie vermieten oder verkaufen? Schreiben Sie uns und wir helfen gerne weiter.

Fragen und Antworten:

Diese Methode für die Wertermittlung für eine Immobilie nutzt man in der Regel für vermietete Immobilien. Eine weitere Möglichkeit ist das Sachwertverfahren. Hier kann man den Verkehrswert berechnen mit der Formel: (Bodenwert + Gebäudesachwert) * Marktanpassungsfaktor.

 

 

Dabei stehen folgende drei Wertermittlungsverfahren zur Auswahl: das Vergleichswertverfahren, das Sachwertverfahren und das Ertragswertverfahren:
 
  1. Verkehrswert feststellen per Vergleich. …
  2. Marktwert ermitteln mit dem Sachwertverfahren.
  3. Immobilienbewertung mit dem Ertragswertverfahren.
Unterlagen für die Wertermittlung
 
  • Anschrift der Immobilie
  • Aktueller Grundbuchauszug (i.d.R. ohne Abt. III)
  • Lageplan
  • Grundrisspläne und Gebäudeschnitte
  • Wohn- und Nutzflächenberechnungen
  • Baubeschreibung
  • Baugenehmigung
  • Behördliche Auskunft über Erschließungsbeiträge
  • Betriebskosten
  • Energieausweis 
  • ggf. Auskunft aus dem Altlastenkataster
  • ggf. Auskunft zu Denkmalschutz